Das Handout zum Sonntag: Das Handy

Das Handout zum Sonntag

Unter Handouts versteht am im Rollenspiel für gewöhnlich spielergänzende Unterlagen, Informationen und sonstige Gegenstände. Während die Abenteuer in der Regel nur durch die Erzählungen der Rollenspielgruppe gemeinsam erlebt werden, sind Handouts Anschauungsobjekte, die das Rollenspiel ergänzen und vertiefen. Dabei sollen Handouts möglichst authentisch wirken und den Spielern die Möglichkeit geben, ein Stück der Spielwelt „in die Hand zu nehmen“.

Edalon und spielleiten starten daher das Gemeinschaftsprojekt Handout-Sonntag. Das bedeutet, dass an jedem ersten Sonntag eines Monats, auf beiden Blogs ein Handout vorgestellt wird: Von einer Anleitung zur Herstellung, über praktische Tipps zum Umgang bis zum Einsatz am Spieltisch.

Das Handy

Aus der heutigen Welt sind Handys bzw. Smartphones nicht mehr wegzudenken. Von fünf- bis hundertjährigen scheint jeder ein Mobiltelefon zu besitzen. Inzwischen können diese Geräte wesentlich mehr als nur telefonieren, selbst die Handys der letzten Generation besaßen schon Telefonbücher, ein Archiv von Kurzmitteilungen und Notizen, eine Weckfunktion, einen Kalender und die Möglichkeiten Bilder, Töne und Videos aufzunehmen. Kurz: Das Handy ist als Handout durchaus interessant.

Steckbrief

Buch

Spielgenre

Moderne bis Fantasy; One-Shots bis Kampagnen.

Kosten

Wenn es euch ähnlich geht wie mir, dann habt ihr mindestens eines eurer alten Handys noch irgendwo herumliegen, falls nicht fragt einfach mal eure Spieler. Also: Keine.

Vorbereitungsdauer

Sehr variabel und kommt darauf an, wie viele Informationen man in das Handy eingibt.

Effekt am Spieltisch

Informationsvermittlung, Informationssuche.

Ähnlich zum Geldbeutel ergibt sich für Spieler immer wieder die Gelegenheit, dass Handy eines NSCs in die Finger zu bekommen und eingehend zu untersuchen. Wenn man darauf vorbereitet ist, kann man dies nutzen, um den Spielern tatsächlich ein Handy in die Hand zu geben. Wie im Steckbrief schon erwähnt haben viele Menschen daheim noch ein altes Handy herumliegen, welches sie nicht mehr benutzen, da sie inzwischen ein neueres haben. Der Funktionsumfang dieser Geräte ist sehr variabel und hängt stark davon ab wie alt und teuer das Gerät ist. Ich beschränke mich daher auf einen Grundsatz von Funktionen, welche wir als Spielleiter ausnutzen können, je nach Modell gibt es aber noch mehr Möglichkeiten:

  • Tastensperre: Hier fängt für die Spieler schon direkt das Rätseln an. Hat das Handy eine Tastensperre ist diese mit hoher Wahrscheinlichkeit aktiv und manchmal verlangt sie sogar noch einen PIN. Die Spieler müssen diesen dann raten (Drei Versuche!) oder herausfinden (vielleicht hat der NSC diesen irgendwo notiert?). Um zu vermeiden, dass sich das Handy wirklich komplett sperrt, sollte man sich den dritten Versuch von den Spielern nennen lassen und als Spielleiter bei einem Fehlschlag das Handy wieder entnehmen, bis sie eine Möglichkeit gefunden haben an die Daten des Handys heranzukommen.
  • Telefonbuch und gewählte Nummern: Wen hat die Person als letztes angerufen? (Eine weitere interessante Frage wäre: Von wem wurde die Person zuletzt angerufen? Diese Information lässt sich jedoch nur mit einem relativ hohen Aufwand in das Handy eingeben.) Wann fanden diese Anrufe statt? Welche weiteren Namen lassen sich im Telefonbuch finden? All dies können wichtige Hinweise sein.
  • Kurzmitteilungen: In vielen Handys kann man eigene Ordner für Kurzmitteilungen anlegen. Lege zwei Ordner an und nenne sie „Gesendete SMS“ und „Empfangene SMS“. Du kannst nun hier Entwürfe abspeichern und damit simulieren, dass der NSC diese Kurzmitteilungen empfangen und gesendet hat ohne diese wirklich empfangen oder senden zu müssen. Kann man mit dem Gerät keine neuen Ordner anlegen, dann speichere einfach SMS-Entwürfe ab und setzte vor jede Nachricht „Gesendet:“ oder „Empfangen:“ oder den Namen entsprechender Ordner.
  • Notizen: Der NSC könnte hier alles mögliche abgespeichert haben. Wenn das Handy keine Notizen-Funktion hat, dann kannst du bei den Kurzmitteilungen auch einen Ordner „Notizen“ anlegen.
  • Weckfunktion: Auch die Weckfunktion kann ein Hinweis sein. Lässt sich der NSC jeden nachmittag um 14:37 wecken, sollte das die Spieler stutzig machen.
  • Kalender: Hier kannst du sehr viele Informationen unterbringen.
  • Bilder: Falls das Handy eine Kamera hat, dann kannst du im Normalfall auch Bilder auf der Speicherkarte abspeichern. Entsprechende Bilder kannst du mit dem Gerät selbst fotografieren oder mit Hilfe eines PCs auf die Speicherkarte legen. Das Gleiche gilt für Audioaufnahmen und Videos.
  • Akku-Laufzeit: In manchen Situationen könnte es spannend sein, wenn die Spielercharaktere ein Handy finden, welches nicht mehr viel Saft hat. Lade das Handy im Vorfeld also voll auf und werfe immer wieder einen Blick darauf, wie sich der Akku leert. Wenn dieser dann einen zufriedenstellend geringen Akku-Stand hat einfach ausschalten und erst wieder zum Rollenspiel anschalten. Vorsicht: Die Akku-Laufzeit wird durch Benutzung wesentlich verkürzt, das sollte man versuchen einzuplanen. Und man sollte auf jeden Fall das Ladegerät zum Rollenspiel mitbringen

    Hier findet Ihr die Liste der Handouts zum Sonntag vom 01.01.2012.

    Ihr wollt auch euer Handout zum Sonntag vorstellen? Schaut einmal hier vorbei.

 

Über spielleiten

Autor von spielleiten.wordpress.com
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3 Antworten zu Das Handout zum Sonntag: Das Handy

  1. Pingback: Handout zum Sonntag – Ideensammlung Januar | spielleiten

  2. Lexanius schreibt:

    Seid gegrüßt,
    ich finde die Idee mit dem Handy wirklich spitze, aber ich wollte noch eine „einfachere“ Lösung haben
    Nun hab ich mal nach Emulationen von Handys gesucht und bin auf folgendes gestoßen:
    http://developer.android.com/sdk/index.html

    Um zu erklären was dies ist: es ist eine Oberfläche für Entwickler für das Handybetriebsystem android. Dieses kann man nun auf den Computer laden und so das Telefon erstellen, welches man braucht. Auch ist die Gefahr, dass das Handy gesperrt wird gering, denn man legt sich einfach ein „Neues“ an.
    Leider muss ich dazusagen: es klingt einfacher als es ist! Man hat ein bissel Einarbeitungszeit und einfach ist es dann allemal nicht alles so zu pressen, wie man es gerne haben möchte.

    Trotzdem finde ich es als eine mögliche Alternative, da man auch so verschiedene Telefone vorbereiten kann und die einfach zu wechseln sind.

  3. spielleiten schreibt:

    Ein guter Hinweis. Danke Lexanius!

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