Der bastelwütige Spielleiter. Teil 8

Dies ist der achte Teil in der Reihe: Der bastelwütige Spielleiter. Es waren bisher sieben Teile geplant, auf Grund der großen positiven Resonanz, wird es aber mehr als sieben Teile geben.

Audiotrailer mit Audacity erstellen

Nachdem im letzten Bastelwütigen Spielleiter das Programm Audacity eingeführt wurde, wollen wir diesmal das Programm besser kennenlernen. Ich präsentiere euch daher einen Audiotrailer und stelle die Techniken vor, mit denen ich diesen erstellt habe. Bevor es damit losgeht, möchte ich noch kurz den Begriff Audiotrailer definieren.

Was ist ein Audiotrailer?

Ein Audiotrailer ist eine kurze Audiodatei, welche ein Abenteuer oder eine Kampagne ankündigt. Der Trailer soll sowohl Stimmung erzeugen, als auch den Hörer neugierig machen. Sie sind das akustische Pendant zu Filmtrailern oder zu den Einstiegstexten, welche Kaufabenteuern einführen.

Am Rollenspieltisch kann der Audiotrailer verschiedenen Aufgaben übernehmen:

  • Der Trailer wird als Eröffnungssequenz vor die Aufnahmen von Spielsitzungen geschnitten.
  • Der Trailer stimmt die Spieler auf das Spiel ein. Er dient damit als Startsignal, nach welchem das Rollenspiel beginnt.
  • Der Trailer wird bei der ersten Spielsitzung vorgespielt, als Handout.

Schon bei der Erstellung des Trailers ist wichtig, wofür man diesen später verwenden möchte. Die Anteile von informationsvermittelnden oder stimmungserzeugenden Passagen, sowie die Länge des Trailers sollten an die Aufgaben des Trailers angepasst werden.

Eine Eröffnungssequenz sollte relativ kurz sein (weniger als eine Minute), um die Zuhörer nicht zu lange damit aufzuhalten. Der Stimmungsanteil sollte recht hoch sein, während die Informationen eher das Setting, die Gruppe oder deren langfristiges Ziel beschreiben.

Ein Startsignal sollte etwas länger dauern (eine bis zwei Minuten), da es ja die Spieler einstimmen soll, was etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt. Der erste Teil des Startsignals erzeugt ausschließlich Stimmung (zum Beispiel eine Musikpassage). Im letzten Teil des Startsignals lassen sich Informationen, ähnlich zur Eröffnungssequenz unterbringen.

Ein Handout kann nochmal länger laufen (Bis zu drei Minuten. Natürlich geht auch mehr, aber irgendwann werden die Spieler ungeduldig. Sie sind ja nicht gekommen, um sich ein Hörspiel anzuhören). Informationen stehen bei einem Handout gleichwertig neben dem Erzeugen von Stimmung. Die Menge an Informationen kann sehr hoch sein. Einige Hinweise könnten am Anfang noch gar nicht als solche erkennbar sein. So könnten die Spieler schon einige Spielsitzungen nach Erhalt des Handouts fragen, ob sie den Trailer noch einmal hören können, da sie jetzt eine gewisse Passage darin erst verstehen und verwenden können.

Der hier präsentierte Audiotrailer

Um eine Vorstellung davon zu geben, was man mit Audacity machen kann, habe ich mich für einen Trailer der dritten Sorte entschieden, wie er beispielsweise zu Beginn eines One-Shots oder zum Auftakt einer kleinen Kampagne genutzt werden könnte. Zunächst ein paar Worte zum Inhalt:

Wir befinden uns im Sternenmeer – ein SciFi-Setting. Ich habe es zwar noch nie gespielt, aber die Idee gefällt mir gut. Der Audiotrailer stützt sich auf einen Text von der Sternenmeer-Homepage. Es handelt sich um zwei Logbucheinträge des Kapitäns der Samara, welche einen Angriff beschreiben. Mein Handout besteht aus diesen Logbucheinträgen, nur dass der Timecode der Aufzeichnungen beschädigt ist und damit die Nachricht fragmentiert vorliegt.

Der Trailer wird dem Sternenmeer vielleicht nicht ganz gerecht, da er doch recht horrorlastig ist. Abgesehen davon möchte ich mich kurz dafür entschuldigen, dass der Kapitän sich so anhört, als würde er einen Text vorlesen. Dies liegt schlicht daran, dass ich genau das gemacht habe. Es dient ja auch nur der Demonstration.

Den Audiotrailer könnt ihr euch nun auf der Sternenmeer-Seite anhören! (Man findet ihn auch im Download-Bereich, dort muss man allerdings ein bisschen warten… wegen simpleupload)

Die Entstehung

Wie bei vielen Dingen ist es auch bei einem Trailer hilfreich, wenn man einen groben Plan davon hat, was man eigentlich machen möchte. Eine grobe Skizze reicht hier anfangs aus: Wann setzt welche Art von Musik oder Soundeffekt ein, wann tauchen welche Informationsfetzen auf?

Hat man eine grobe Planung, dann kann man sich auf eine gezielte Suche nach Audiomaterial machen. Ein paar Anlaufstellen werde ich am Ende des Artikels geben. Bei der Materialsuche kommen einem wahrscheinlich noch einige Ideen, welche in den Trailer einfließen. Die erste grobe Skizze wird also noch um einiges erweitert werden. Dieser Prozess fand auch bei meinem Trailer statt. Ich möchte diesen Prozess kurz beschreiben und dabei die verwendeten Sound-Schnipsel vorstellen.

Das Material

Anfangs ist meine Skizze sehr einfach:

  • Am Anfang soll eine Computerstimme den Hörer informieren, dass ein Datenkristall abgespielt wird, dieser jedoch beschädigt wurde.
  • Dann kommen die Logbucheinträge, untermalt mit einer gruseligen Musik und ein paar verstörenden Effekten.
  • Am Ende der Aufzeichnung, gibt die Computerstimme bekannt, dass die Aufzeichnung beendet ist. Die Musik läuft noch ein paar Sekunden weiter, damit das Ende nicht zu abrupt wirkt.

Beim Suchen nach den gewünschten Horror-Effekten, stoße ich auf ein paar Aufnahmen von einer Frau, welche einige Sätze flüstert: „Look into its eyes. It sees, what we can’t.“, „I miss you.“, „I will always be with you… always.“, „Can you keep my secret.“. Außerdem finde ich ein gezischtes Flüstern eines Mannes: „I am Death!“. Außerdem finde ich eine Aufnahme, wie eine Frau bei einem Telefongespräch immer wieder lacht. Ich überlege mir, dass punktuelles Lachen im Hintergrund der Aufnahme einen bedrohlich-irren Effekt verleiht und suche passende Stellen, an denen ein Lachen verstörend wirkt. Diese neuen Ideen bringe ich in meine Skizze ein.

Ich stolpere beim Suchen nach Raumschiffhintergrundrauschen über einen Track, welcher an ein mechanisches Atmen oder Herzklopfen erinnert. Das trifft sich gut, da in dem Logbuch von einem monströsen Arm die Rede ist, welcher das Schiff traf. Ich beschließe also das Herzklopfen ebenfalls aufzunehmen. Es soll  anfangs einfach nur ein bedrohliches Pulsieren sein und dem Zuhörer unbewusst vermitteln, dass es zu etwas Lebendigen gehört. Dafür wird das Pulsieren gegen Ende des Trailers in immer kürzeren Abständen auftauchen, wie ein langsam ansteigender Pulsschlag.

Es gibt mehrere Möglichkeiten Töne in Audacity zu bekommen. Eine ist einfaches importieren: Dazu könnt ihr die Import-Funktion (unter Datei) benutzen oder einfach eine Sound-Datei per Drag-and-Drop in das Programm ziehen. Eine zweite Möglichkeit ist eine Aufnahme über ein Mikro. Eine dritte Möglichkeit ist die Aufnahme von allem was die Soundkarte gerade ausgibt. Das ist praktisch, möchte man z.B. einen Sound aus einem PC-Spiel aufnehmen oder einen Sound den man zwar abspielen kann, aber nicht als Datei vorliegen hat. Um eine solche Aufnahme durchzuführen, wählt anstatt eures Mikros eure Soundkarte in der Auswahlliste der Mikros. Denkt hierbei daran, alle anderen Spuren in Audacity Stumm zu schalten, sonst werden auch diese abgespielt und aufgenommen.

Hier nun eine Übersicht, über die verwendeten Tracks (wie ich sie in Audacity benannt habe):

  • The Cursed von Erdenstern ist die Hintergrundmusik. Das Problem bei diesem Track ist, dass er sich nicht besonders spacig anhört. Dafür hat er sehr wenig Struktur (Rhythmus oder Melodie), sodass er sich großartig im Hintergrund hält und sogar kombinierbar ist mit:
  • In Space: Dieser Hintergrundtrack verleiht dem Erdenstern-Titel eine spacige Atmosphäre.
  • Ich habe einen Track eingesprochen, welcher sowohl das vorgelesene Logbuch, als auch alles was der Computer von sich gibt beinhaltet.
  • Beep ist einfach nur ein kurzer Ton, wie ihn ein Computer von sich geben könnte.
  • Monster ist das schon erwähnte mechanische Pulsieren. Es wirkt hintergründig und bedrohlich lebendig.
  • Lachen und männliches Lachen sind Aufzeichnungen von Telefongesprächen, auf denen nur der lachende Gesprächspartner zu hören ist. Sie verleihen der Aufnahme den Eindruck, dass einige auf dem Schiff durchgeknallt sind.
  • Various female whispers, Always be there (z.B. hier zu finden) und I am death sind geflüsterte Passagen, welche dem Trailer einen Extra-Schuss Horror geben.
  • Screams (hier, hier und hier) sind verschiedene Schreie von Männern und Frauen, welche hauptsächlich im Hintergrund ablaufen. Sie machen deutlich, dass auf dem Schiff im gewissen Maße Gewalt eskaliert ist.

Übersicht über die verwendeten Spuren

Verwendete Techniken

Ich möchte im Folgenden ein paar Techniken und Effekte erklären, welche ich für diesen Audiotrailer benutzt habe. Dabei gehe ich nicht in der Reihenfolge vor, wie ich diese verwendet habe. Dies soll schließlich kein Logbuch meiner Arbeit werden, sondern ein kleines Tutorial. Beim letzten Bastelwütigen Spielleiter habe ich bereits erläutert, wie Tracks kopiert werden und wie die Effekte Kompressor und Rauschentfernung  funktionieren. Daher gehe ich darauf nicht mehr ein.

Tracks bewegen

Das Verschiebewerkzeug

Tracks bewegt man am einfachsten mit dem Verschiebewerkzeug. Wählt dieses Werkzeug an (F5), um die einzelnen Stücke in der Zeitleiste vor und zurück zu schieben.  Ihr könnt ein Stück auch auf eine andere Tonspur oder an anderen Stücken vorbei ziehen. Das Programm hat eine Autolock-Funktion: Wenn ihr ein Stück einem anderem Stück nähert (in der gleichen Tonspur oder einer anderen) dann dockt es automatisch bündig an. Dies ist praktisch, wenn man beispielsweise mehrere Stücke auf einmal starten möchte. Es gibt aber auch Situationen in denen möchte man dies nicht, dann muss man einfach nur tiefer reinzoomen (Strg+1) und kann auf einer feineren Skala arbeiten. Dadurch lässt sich das Stück näher heranbewegen, ohne dass es andockt.

Tracks zerschneiden, in Stille verwandeln, Bereiche löschen und einfügen

Manchmal hat möchte man ein längeres Stück in mehrere Einzelteile zerlegen. Um ein Stück zu zerlegen markiert man mit dem Auswahlwerkzeug (F1) einfach die Stelle an der man das Stück trennen möchte (aufpassen, dass man in der richtigen Tonspur ist) und drückt Strg+I. Diese beiden Teile kann man nun getrennt voneinander markieren und bewegen. Mit einem Klick auf eine Nahtstelle werden die Bruchstücke wieder miteinander verbunden, auch wenn sie vorher gar nicht zusammengehörten.

Das Stille-Werkzeug

Um einen nicht gebrauchten Abschnitt zu löschen, gibt es zwei Möglichkeiten. Eine ist einfach das Drücken der Entf-Taste. Der markierte Bereich wird dabei gelöscht und alles was nach diesem Bereich in der gleichen Tonspur liegt, wird entsprechend nach vorne geschoben. Dies kann störend sein, wenn man die restliche Tonspur an anderen Tonspuren ausgerichtet hat. Daher gibt es auch die Möglichkeit ausgewählte Bereiche in Stille zu verwandeln. In diesem Fall ändert sich zeitlich nichts an der Tonspur und der ungewünschte Bereich ist trotzdem nicht zu hören. Außerdem kann man einen Bereich auswählen und alles andere in der Tonspur löschen. Der Button dazu befindet sich direkt neben dem Stille-Button und nennt sich Zuschneiden.

Audacity kann primitive Geräusche auch selbst erzeugen. Ich habe in meinem Audiotrailer weißes Rauschen erzeugt. Markiere dafür den Bereich in dem du Rauschen haben willst und wähle im Menü Erzeugen –> Rauschen. Es gibt dort verschiedene Sorten von Rauschen, das uns gewohnte Rauschen (wie es ein Fernseher ohne Empfang zeigt) ist das weiße Rauschen.

Ein- und Ausblenden, Hüllkurven

Um fließende Übergange zu erzeugen sind die Effekte Einblenden und Ausblenden eure besten Freunde. Selbst, wenn ihr nur Bruchteile einer Sekunde ein- oder ausblendet hört sich das Resultat wesentlich natürlicher an, als wenn plötzlich irgendetwas anfängt zu spielen oder abrupt damit aufhört. Möchtet ihr in einer Tonspur die Lautstärke gezielter bearbeiten, als nur über die Gesamtlautstärke der Tonspur, dann macht ihr das am besten mit dem Hüllkurvenwerkzeug (F2). Wenn ihr mit diesem Werkzeug auf eine Tonspur klickt habt ihr 4 kleine weiße Punkte zur Verfügung, welche ihr verschieben könnt. Wenn ihr diese von der Nulllinie wegschiebt, wird die Tonspur dort entsprechend lauter (auch über das Anfangsniveau hinaus, dabei verschwinden, dann die

äußeren beiden weißen Punkte).

Eine mit dem Hüllkurvenwerkzeug modifizierte Hüllkurve

Klickt ihr auf ein anderes Stück der Tonspur, dann bekommt ihr einen weiteren Satz weißer Punkte, um die Tonhöhe zu verändern. Der Trick ist nun, dass zwischen allen weißen Punkten interpoliert wird. D.h. das Programm erschafft automatisch fließende Übergänge zwischen allen Vorgaben. Das nebenstehende Bild macht dies gut deutlich.

Der Equalizer

Diese Equalizer-Einstellung lässt Stimmen wie durch ein Telefon erklingen.

Der Equalizer ist ein sehr mächtiges Werkzeug. Mit diesem könnt ihr die einzelnen Frequenzbereiche eines Stückes verstärken oder abschwächen. Um den Equalizer gut einsetzen zu können, lohnt es sich ein bisschen etwas über Frequenzbereiche zu wissen, in erster Linie, was in welchen Bändern liegt. Die menschliche Stimme befindet sich beispielsweise zwischen etwa 80 Hz (tiefsten Bässe) bis zu 1000 Hz (piepsige Höhen). Eine Übersicht, welche Musikinstrumente sich in welchen Bändern aufhalten kann man hier finden (leider in Englisch). Ich habe in diesem Audiotrailer den Equalizer unter anderem dafür benutzt meine Stimme zu modifizierten, sodass sie sich computerartiger anhört. Wählt unter den Effekten den Equalizer aus. Ihr könnt nun hier ähnlich wie mit dem Hüllkurvenwerkzeug eine blaue Linie editieren. Dabei bedeutet eine blaue Linie über der Nulllinie, dass diese Frequenzen verstärkt werden und umgekehrt, dass sie abgeschwächt werden, wenn die blaue Linie unter der Nulllinie liegt. Einer Stimme von einem Bandgerät oder aus dem Telefonhörer fehlen die Höhen und Tiefen (was in erster Linie am Lautsprecher liegt). Um dies zu simulieren kann man den Equalizer etwa so einstellen wie im Bild zu sehen. Ich habe an anderen Stellen der Kapitänsstimme mehr Nachdruck verliehen, indem ich mit Hilfe des Equalizers die Bässe angehoben habe. Außerdem habe ich die Schreie, welche im Hintergrund zu hören sind mit dem Equalizer bearbeitet, in erster Linie um Höhen rauszunehmen. Dadurch wirken diese, als würden sie aus der Ferne erklingen, außerdem fallen sie dadurch dem Kapitän weniger ins Wort.

Tonhöhe, Tempo und Geschwindigkeit ändern

Audacity bietet die Möglichkeit Tonhöhen und Geschwindigkeiten zu ändern. Stellt euch vor ihr habt ein Tonbandgerät, dessen Batterien nur noch wenig Saft haben. Das Abspielen des Bandes funktioniert noch, jedoch dreht sich das Band nicht mehr so schnell, wie es eigentlich sollte. Das Ergebnis davon ist, dass die Wiedergabe verlangsamt abläuft, alle Töne werden tiefer wiedergegeben  und ein ursprünglich 30-minütiges Band läuft vielleicht 45 Minuten. Diesen Effekt erzielt ihr unter dem Menüpunkt Effekt –> Geschwindigkeit ändern. Es werden dabei sowohl die Tonhöhen als auch das Tempo des angewählten Bereiches verändert. Manchmal möchte man jedoch nur die Tonhöhe verändern ohne, dass sich die Geschwindigkeit ändert oder genau umgekehrt, die Geschwindigkeit ändern ohne, dass sich die Tonhöhe ändert. (Dies habe ich bei der Monster-Tonspur gemacht, um den „Herzschlag“ zu beschleunigen. Der Computerstimme dagegen habe ich eine höhere Stimme verpasst). Dafür gibt es die Effekte Tonhöhe ändern und Geschwindigkeit ändern.

Panorama

Jede Tonspur hat einen Panorama-Regler und es lohnt sich diesen zu benutzen. Mit diesem habt ihr die Möglichkeit festzulegen, ob eine Tonspur mehr aus dem linken oder dem rechten Lautsprecher ertönen soll (oder aus beiden gleichzeitig, was dann die Mitte ist). Dies scheint auf den ersten Blick nicht besonders beeindruckend zu sein, jedoch kann man damit seinen Trailern noch einmal einen extra Schuss Lebendigkeit verleihen. Die wichtigsten Tonspuren sollten mittig liegen. Effekte und Nebenrollen kann man gut auf die einzelnen Kanäle verteilen. Es ist auch denkbar eine Nebenrolle oder einen Effekt durch das Panorama bewegen zu lassen – zum Beispiel ein Zug der vom linken in den rechten Lautsprecher fährt. Wollt ihr solch einen Effekt mit den bekannten Mitteln erzielen, macht ihr das am einfachsten so: Kopiert die Tonspur und legt sie zeitlich auf die gleiche Stelle. Bei der ersten Tonspur schiebt ihr den Panorama Regler auf die Position, wo der Effekt beginnen soll, bei der zweiten Tonspur auf die Position, wo der Effekt enden soll. Nun markiert ihr die erste Tonspur und blendet diese mit dem Effekt Ausblenden aus. Dies wiederholt ihr mit der zweiten Tonspur, nur, dass ihr diese einblendet. Wenn ihr beide zusammen hört, dann wirkt es so, also würde sich das Stück durch das Stereopanorama  bewegen.

Wenn man anfängt mit dem Panorama zu experimentieren vergisst man leicht die Mitte und packt etwas übermotiviert alles an die Seiten. Dies ist leider kontraproduktiv, ohne starker Mitte, wirken die einzelnen Stücke an den Seiten nicht. Wenn ihr alles auf den Seiten liegen habt, dann hört es sich paradoxerweise am Ende doch wieder so an, als wäre alles in der Mitte.

Bereit zur Aufnahme

Mit diesen Werkzeugen (welche alle recht einfach zu bedienen sind) seid ihr gut ausgestattet, um eure Tonspuren auf vielfältige Art und Weise zu manipulieren. Alles was ihr nun noch braucht um einen guten Audio-Trailer zu erzeugen ist Material mit dem ihr arbeiten könnt und etwas Kreativität. Die kreative Arbeit kann ich euch nicht abnehmen (schaut dafür mal hier vorbei), aber ich kann euch ein paar Seiten nennen, wo ihr vielfältiges Material finden könnt:

Viel Spaß beim Basteln eures Audio-Trailers!

– Michael

Ihr habt einen Spielleitertipp und möchtet ihn hier mitteilen? Kein Problem: Sendet mir eine Kurznachricht bei den Blutschwertern, im Tanelorn oder auf rsp-blogs-forum, oder schickt mir einfach eine Mail (siehe hier).

Über spielleiten

Autor von spielleiten.wordpress.com
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